DB Realtime Indikationen: Dax: 9411,50 Gestiegen 0.89% | Tecdax: 1158,25 Gestiegen 0.17% | DJ-: 16250 Gestiegen 0.47% | Nasdaq100: 3537,25 Gestiegen 1.11% | Gold: 1202,90 Gestiegen 1.19%

DJ Asklepios will Einfluss bei Rhön erhöhen und Fresenius abwehren

DJ Asklepios will Einfluss bei Rhön erhöhen und FRESENIUS abwehren

DJ Asklepios will Einfluss bei Rhön erhöhen und FRESENIUS abwehren

Von Eyk Henning

FRANKFURT--Der Gesundheitskonzern Fresenius bekommt bei seiner angestrebten Übernahme von Rhön-Klinikum mehr Gegenwind. Der Klinikbetreiber Asklepios hat bei den deutschen Kartellbehörden die Genehmigung für eine Aufstockung seiner Beteilung an dem Konkurrenten beantragt, wie aus einer Meldung der Behörden am Freitag hervorging. Die Anmeldung deutet darauf hin, dass Asklepios die Beteiligung auf 10 Prozent oder mehr ausbauen möchte.

Asklepios war im Juni mit 5,01 Prozent bei Rhön-Klinikum eingestiegen - ob inzwischen bereits weitere Anteile gekauft wurden, ist nicht bekannt, gilt Finanzkreisen zufolge aber als wahrscheinlich. Der private Klinikbetreiber will mit seinem Vorstoß die geplante Übernahme Rhöns durch Fresenius torpedieren, da er ansonsten von einem deutlich grösseren Wettbewerber unter Druck gesetzt würde.

Die im DAX notierte Fresenius will Rhön übernehmen und mit der eigenen Tochter Helios zusammenbringen. Dadurch würde Deutschlands größter Krankenhausbetreiber mit einem Jahresumsatz von 6 Milliarden Euro entstehen.

In einem ersten Anlauf war der Bad Homburger Gesundheitskonzern an der Annahmeschwelle von 90 Prozent gescheitert. Nun gibt sich Fresenius bescheidener und will mit einem unveränderten Angebot von 22,50 Euro je Aktie einen Anteil von mindestens 50 Prozent erwerben. Die Offerte bewertet die Rhön-Klinikum AG mit 3,1 Milliarden Euro.

Wirklich kontrollieren könnte Fresenius die Klinikkette mit einem Mehrheitsanteil aber nur bedingt. Strategische Veränderungen und Entscheidungen müssen laut der Satzung des Unternehmens mit einer Stimmmehrheit von 90 Prozent beschlossen werden. Um dennoch rasch bei Rhön durchregieren und Synergien heben zu können fordert Fresenius, dass sich die von der Kapitalseite bestimmten Aufsichtsräte von Rhön zurückziehen, um für Fresenius-Abgesandte Platz zu machen. Dazu seien die Rhön-Aufsichtsräte allesamt bereit, wie Dow Jones gestern von mit der Sache vertrauten Personen erfuhr.

Ein Deal ist damit noch lange keine ausgemachte Sache. So seien im Aufsichtsrat von Fresenius, der der zweiten Offerte seinen Segen geben muss, angesichts der Komplexität der Transaktion Bedenken laut geworden. Eine endgültige Entscheidung ist Anfang kommender Woche zu erwarten, wie mehrere mit der Sache vertraute Personen sagten.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/sha

0-

 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 31, 2012 10:40 ET (14:40 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

Quelle: DJ-Newswire


Wie bewerten Sie diese Seite? (1 = sehr gut, 6 = schlecht) 1 2 3 4 5 6