adidas: Dieser Wochenstart könnte Folgen haben

aus Anlegerverlag, 18.12.2018 2018-12-18T00:01:54+00:00

Vier Prozent Minus, damit ist die adidas-Aktie (ISIN: DE000A1EWWW0) heute Mittag der stärkste Verlierer im DAX. Es stellt sich die Frage nach dem „Warum“, denn es gab keine Nachrichten, die das Unternehmen unmittelbar betroffen hätten. Da könnte ein Aspekt wirken, der eigentlich ein englisches Unternehmen betrifft: ASOS, der größte britische Online-Versandhändler im Mode- und Beauty-Sektor, gab heute Früh eine Umsatzwarnung heraus. Das sorgte für markanten Druck auf Zalando. Und es mag durchaus sein, dass das auch auf adidas abstrahlt.

Zwar ist die Lage im Konsum in Großbritannien wegen des BrExit-Chaos nicht mit dem Rest der Welt vergleichbar. Aber es ist eben ein weiteres kleines Steinchen im Mosaik eines keineswegs so gut wie erwartet laufenden Weihnachtsgeschäfts. Das kann adidas in der Tat treffen. Und dass adidas meldete, dass in Bezug auf die Rückkäufe eigener Aktien die erste Phase abgeschlossen sei, die zweite dann im Januar starten soll, gäbe den Bären jetzt ein Fenster, in das sie hinein stoßen können. Mit charttechnischen Folgen, denn:

 

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Wir sehen in diesem langfristigen Chart auf Wochenbasis, dass die Aktie dadurch unter die aus dem Herbst 2016 stammende Aufwärtstrendlinie gefallen ist. Gesetzt den Fall es gelänge, den Kurs bis Freitag wieder über diese derzeit bei 194 Euro verlaufende Linie zu heben, wäre erst einmal nichts angebrannt. Aber diese Attacke der Bären ist nicht ungeschickt getimt.

Immerhin konnte man darauf hoffen, dass auslösende Stop Loss-Verkäufe beim Bruch der Trendlinie unfreiwillige Schützenhilfe leisten. Und man hat den „dreifachen Hexensabbat“ im Visier, den Abrechnungstermin für Futures und Optionen an der Terminbörse an diesem Freitag. Die Chance, dass kräftiger und vor allem unerwarteter Duck auf den Kurs dazu führt, dass sich viele Terminmarkt-Trader hedgen müssen und dadurch den Kurs nur noch weiter drücken, ist durchaus greifbar. Die nächste Supportlinie läge um 180 Euro. Sollte es gelingen, die Aktie unter der Aufwärtstrendlinie zu halten, wäre das ein mögliches Kursziel.

 

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