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Adler Anleihe – Und jetzt?

Die Adler Group S.A. hat einen bedeutenden Schritt in Richtung Stabilisierung gemacht. Die Anleihegläubiger der Adler Group haben einer umfassenden Rekapitalisierung zugestimmt. Diese Entscheidung wurde am 24. Mai 2024 nach einer Vereinbarung mit einem Lenkungsausschuss der Anleihegläubiger bekannt gegeben. Mehr als 90 % der Anleihegläubiger jeder Serie haben den Änderungen der Bedingungen zugestimmt, die von AGPS BondCo PLC, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Adler Group, ausgegeben wurden.

Überwältigende Unterstützung der Anleihegläubiger

Die Zustimmung der Anleihegläubiger zeigt eine starke und einheitliche Unterstützung für die geplanten Änderungen. Die erforderliche 75%ige Mehrheit wurde in jeder Anleihe-Serie bei weitem übertroffen. Die Abstimmung fand vom 14. Juni 2024 bis zum 17. Juni 2024 statt und wurde ohne Versammlung durchgeführt. Diese Entscheidung ermöglicht es der Adler Group, wichtige Änderungen vorzunehmen, um ihre finanzielle Stabilität zu sichern.

Thierry Beaudemoulin, Mitglied des Verwaltungsrats und CEO der Adler Group, äußerte seine Dankbarkeit für die überwältigende Unterstützung und betonte die fortgesetzte Zusammenarbeit mit den Anleihegläubigern und Aktionären. Ziel ist es, die Adler Group zum Wohl aller Stakeholder zu stabilisieren.

Details der Rekapitalisierung

Die Rekapitalisierung umfasst die Umwandlung bestimmter bestehender Anleihen in nachrangige, ewige Anleihen, die nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert werden. Diese Maßnahme stärkt das Eigenkapital der Adler Group um etwa 2,3 Milliarden Euro und stabilisiert die Bilanz. Zusätzlich sollen bestimmte Schulden bis Dezember 2028, Dezember 2029 und Januar 2030 verlängert werden.

Darüber hinaus wird die Adler Group bis zu 100 Millionen Euro zusätzliche Liquidität durch eine Erhöhung der bestehenden 1L New Money Facility erhalten. Es besteht auch die Möglichkeit, Veräußerungserlöse von bis zu 250 Millionen Euro zurückzubehalten, die seit April 2024 erzielt wurden. Diese Gelder wären sonst für die Rückzahlung der bestehenden 1L New Money Facility verwendet worden.

Weitere Schritte

Die Gesellschaft wird die Umsetzung der vorgeschlagenen Änderungen veranlassen, die von der Erfüllung bestimmter Bedingungen abhängig sind. Die Anleihegläubiger werden informiert, sobald diese Bedingungen erfüllt sind oder auf sie verzichtet wurde.

Angesichts der positiven Abstimmungsergebnisse hält es die Gesellschaft für angemessen, das am 5. Juni 2024 eingeleitete englische Restrukturierungsplanverfahren zu verzögern. Dennoch bleibt die Option bestehen, das Verfahren fortzusetzen, sollte dies für die Umsetzung erforderlich sein.

Stefan Brendgen, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Adler Group, betonte die Bedeutung der Unterstützung durch die Anleihegläubiger. Er sieht dies als Beweis für die großartige Arbeit der Adler Teams und ihrer Berater.

Fazit

Die Adler Group hat durch die Zustimmung der Anleihegläubiger einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung gemacht. Die umfassende Rekapitalisierung und die zusätzlichen Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität sind entscheidend, um die finanzielle Stabilität der Gruppe zu gewährleisten.

  • Anleihegläubiger stimmen Rekapitalisierung zu.
  • Überwältigende Unterstützung stärkt die Adler Group.
  • Eigenkapital um 2,3 Milliarden Euro erhöht.
  • Schulden bis 2030 verlängert.
  • Zusätzliche Liquidität von 100 Millionen Euro.
  • Verzögerung des Restrukturierungsplanverfahrens.
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