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Heidelberg Pharma: Update zur Aktie!

Die Heidelberg Pharma AG, ein in der klinischen Phase tätiges Biotechnologieunternehmen, hat kürzlich eine Anpassung ihrer Prognose für das Geschäftsjahr 2024 bekannt gegeben. Diese Anpassung ist auf Verzögerungen bei den Lizenzpartnern zurückzuführen, die die erwarteten Umsätze beeinflussen. Im folgenden Artikel werden wir die Hintergründe und die Auswirkungen dieser Anpassung näher betrachten.

Unternehmensprofil der Heidelberg Pharma AG

Die Heidelberg Pharma AG mit Sitz in Ladenburg ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN DE000A11QVV0 / WKN A11QVV / Symbol HPHA). Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung neuartiger Arzneimittel für die gezielte und hochwirksame Behandlung von Krebs. Dabei nutzt es Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs), die die Spezifität von Antikörpern mit der Wirksamkeit von Toxinen kombinieren, um Krebszellen gezielt zu bekämpfen.

Ein besonderes Merkmal der Heidelberg Pharma AG ist die Verwendung von Amanitin, einem Pilzgift, in der Krebstherapie. Dies erfolgt mittels ihrer innovativen ATAC-Technologie. Diese Technologie bietet das Potenzial, Therapieresistenzen zu durchbrechen und ruhende Tumorzellen zu eliminieren. Dies könnte zu erheblichen Fortschritten in der Krebstherapie führen, besonders für Patienten, die auf andere Behandlungen nicht mehr ansprechen.

Der am weitesten fortgeschrittene Produktkandidat des Unternehmens ist HDP-101, ein BCMA-ATAC, das zur Behandlung des Multiplen Myeloms entwickelt wird und sich derzeit in der klinischen Entwicklung befindet.

Anpassung der Prognose für 2024

Die Heidelberg Pharma AG hat ihre Umsatzprognose für 2024 von ursprünglich 11,0 Mio. Euro bis 15,0 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro bis 12,0 Mio. Euro gesenkt. Diese Anpassung resultiert aus verzögerten Umsätzen aufgrund von Entwicklungen bei den Lizenzpartnern. Gleichzeitig bleiben die betrieblichen Aufwendungen unverändert im Bereich von 36,0 Mio. Euro bis 40,0 Mio. Euro.

Auf Basis dieser Anpassungen wird das Betriebsergebnis (EBIT) nun zwischen -25,5 Mio. Euro und -29,5 Mio. Euro erwartet, was eine Verschlechterung gegenüber der vorherigen Prognose darstellt. Der Finanzmittelbedarf des Unternehmens wird für 2024 auf 18,0 Mio. Euro bis 22,0 Mio. Euro geschätzt, deutlich reduziert von den zuvor erwarteten 28,0 Mio. Euro bis 32,0 Mio. Euro. Der monatliche Barmittelverbrauch dürfte sich zwischen 1,5 Mio. Euro und 1,8 Mio. Euro pro Monat bewegen, gegenüber der vorherigen Schätzung von 2,3 Mio. Euro bis 2,7 Mio. Euro.

Laut der aktuellen Planung und den vorhandenen Mitteln ist die Finanzierung der Gesellschaft bis Mitte 2025 gesichert. Zusätzlich erwartet die Heidelberg Pharma AG eine Zahlung von 75,0 Mio. USD durch HealthCare Royalty. Diese Zahlung würde, basierend auf der aktuellen Mittelfristplanung, die Finanzierungsreichweite bis Ende 2026 sichern.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Heidelberg Pharma AG befindet sich in einer wichtigen Phase ihrer Unternehmensentwicklung. Die Anpassung der Prognosen stellt eine realistische Einschätzung der Herausforderungen und Chancen im aktuellen Geschäftsjahr dar. Trotz der Anpassungen bleibt das Unternehmen finanziell bis mindestens Mitte 2025 stabil und hat potenziell ausreichende Mittel, um bis Ende 2026 operativ tätig zu bleiben.

Wesentliche Punkte aus diesem Update:

  • Die Umsatzprognose für 2024 wurde auf 9,0 Mio. Euro bis 12,0 Mio. Euro gesenkt.
  • Die betrieblichen Aufwendungen bleiben unverändert zwischen 36,0 Mio. Euro und 40,0 Mio. Euro.
  • Das Betriebsergebnis (EBIT) wird nun zwischen -25,5 Mio. Euro und -29,5 Mio. Euro erwartet.
  • Der Finanzmittelbedarf für 2024 beträgt nun 18,0 Mio. Euro bis 22,0 Mio. Euro.
  • Die Finanzierung der Gesellschaft ist bis Mitte 2025 gesichert.
  • Eine erwartete Zahlung von 75,0 Mio. USD durch HealthCare Royalty könnte die Finanzierungsreichweite bis Ende 2026 verlängern.
Was sind Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs)?

ADCs sind Medikamente, die Antikörper verwenden, um Wirkstoffe gezielt zu Krebszellen zu bringen und diese abzutöten.

Was ist die ATAC-Technologie?

Die ATAC-Technologie nutzt das Pilzgift Amanitin, um Krebszellen zu bekämpfen und Therapieresistenzen zu durchbrechen.

Welche Rolle spielt HealthCare Royalty?

HealthCare Royalty unterstützt Heidelberg Pharma finanziell mit einer erwarteten Zahlung von 75,0 Mio. USD.

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