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LAIQON AG: Schuldenumwandlung im Fokus

Die LAIQON AG, ein bedeutender Akteur im Finanzmarkt, hat kürzlich eine Reihe bemerkenswerter Schritte unternommen. Diese Maßnahmen haben das Interesse von Investoren geweckt und könnten die Zukunft des Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Dieser Artikel beleuchtet die jüngsten Entwicklungen bei LAIQON und analysiert deren mögliche Auswirkungen.

Umwandlung von Schulden in Eigenkapital

Im Mai zeigte die 20/24 Wandelanleihe von LAIQON eine beeindruckende Umwandlungsrate von 80%. Dies bedeutet, dass die Mehrheit der Anleihegläubiger sich dafür entschieden hat, ihre Schulden in Aktien umzuwandeln, anstatt eine Rückzahlung zu verlangen. Insgesamt wurden 618.000 neue Aktien ausgegeben, während für die verbleibenden 20% der Anleihegläubiger eine kleine Auszahlung von 1,28 Millionen Euro fällig wurde. Diese Entscheidung der Anleihegläubiger zeigt das Vertrauen in die Attraktivität der Aktien von LAIQON im Vergleich zu einer reinen Schuldenrückzahlung.

Erfolgreiche Kapitalerhöhung

Zusätzlich zur Umwandlung von Schulden hat LAIQON erfolgreich eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Von den geplanten 1 Million neuen Aktien wurden 928.000 Aktien zu einem Preis von 6,25 Euro pro Aktie an Investoren verkauft. Dies führte zu einem Bruttoerlös von 5,8 Millionen Euro für das Unternehmen. Bemerkenswert ist, dass 38% der neuen Aktien von Mitgliedern des Managements und des Aufsichtsrats gezeichnet wurden, während die restlichen 62% von anderen bestehenden oder neuen Investoren übernommen wurden. Der Zeichnungspreis lag 20% über dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Bekanntgabe, was auf eine Fehlbewertung der Aktien von LAIQON hinweist.

Finanzielle Auswirkungen und zukünftige Prognosen

Durch diese Maßnahmen erhöhte sich die Anzahl der Aktien um 8,8%, was zu einer Anpassung der Schätzungen pro Aktie führte. Die Gewinn- und Verlustrechnung blieb jedoch unverändert. Zudem verbesserte sich die Nettoschuldenposition leicht auf 36 Millionen Euro zum Jahresende 2024, im Vergleich zu 37 Millionen Euro im Vorjahr.

In Bezug auf die zukünftige finanzielle Leistung wird erwartet, dass das EBITDA im Geschäftsjahr 2024 weiterhin negativ bei -2,2 Millionen Euro bleibt. Dies stellt jedoch eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr dar, als es -4,7 Millionen Euro betrug. Einige der Fonds von LAIQON nähern sich neuen Höchstwerten, was die Wahrscheinlichkeit von Leistungsgebühren erhöht. Dank der hohen Fixkostenbasis des Unternehmens wird für das Geschäftsjahr 2025 mit weiteren wesentlichen Verbesserungen gerechnet. Diese Verbesserungen werden durch ein Umsatzwachstum von 19% im Jahresvergleich, bedingt durch die vielversprechende Zusammenarbeit mit Union Investment, sowie durch eine weiterhin effiziente Betriebskostenstruktur unterstützt. Dies sollte zu einem positiven EBITDA von 3,4 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 führen.

Zusammengefasst hat die LAIQON AG durch die erfolgreiche Umwandlung von Schulden in Eigenkapital und die Kapitalerhöhung ihre Position auf dem Markt gestärkt. Diese Maßnahmen spiegeln das Vertrauen der Investoren wider und verbessern die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Trotz eines weiterhin negativen EBITDA im Jahr 2024 zeigt der Trend eine positive Entwicklung, die sich im Jahr 2025 fortsetzen dürfte.

Wichtige Punkte:

  • 80% der Anleihegläubiger haben Schulden in Aktien umgewandelt
  • Kapitalerhöhung brachte 5,8 Millionen Euro ein
  • Anzahl der Aktien stieg um 8,8%
  • Leichte Verbesserung der Nettoschuldenposition
  • Erwartete EBITDA-Verbesserung in den kommenden Jahren
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