
Die Börse Düsseldorf macht Nägel mit Köpfen. Ab Februar verlängert ihr elektronisches Handelssystem Quotrix die Öffnungszeiten bis 23 Uhr. Das gibt Anlegern mehr Spielraum – und zeigt wie flexibel regionale Börsen heute agieren. Am 14. Januar kündigte das Parkett diese strategische Weichenstellung an.
Die Zeiten ändern sich. Früher hieß es: Wer nicht pünktlich zum Handelsstart um 9 Uhr da ist, hat Pech gehabt. Heute denken die Verantwortlichen bei der Börse Düsseldorf weiter. Die neue Regelung ab 1. Februar bringt eine Stunde mehr Zeit für alle, die erst nach Feierabend zum Rechner kommen. Von 7:30 bis 23 Uhr kann dann über Quotrix gehandelt werden.
Ein System wächst mit seinen Aufgaben
Quotrix startete schon 2001 als Pionier unter den deutschen Market-Maker-Börsen. Kein Wunder dass sie heute ein Universum von über 7800 Aktien, 16000 Anleihen und zigtausend anderen Wertpapieren abdeckt. Ob Fremdwährungsanleihen oder sogar Kryptowährungen – das Angebot ist breit gefächert. Und das Schönste? Keine Transaktionsgebühren, keine Maklercourtage. Da freut sich jeder Privatanleger!
Gerade im internationalen Geschäft zählt Flexibilität. Wenn in Asien die Sonne aufgeht während Europa noch schläft, entstehen dort Chancen. Genau diese Lücke schließt die verlängerte Handelszeit elegant. Man merkt einfach: Die Düsseldorfer haben ihr Ohr nah am Markt.
Von Köln bis ins digitale Zeitalter
Wer hätte 1553 in Köln gedacht dass aus den ersten Börsentreffen mal ein High-Tech-Handelssystem wird? Die Historie der Düsseldorfer Börse liest sich wie ein Spiegel deutscher Wirtschaftsgeschichte. Seit 2017 sorgt die BÖAG Börsen AG für frischen Wind und betreibt auch noch Hamburg und Hannover mit.
Die Erweiterung kommt genau richtig. Immer mehr Menschen arbeiten im Schichtdienst oder sind beruflich stark eingebunden. Da ist es nur logisch auch abends noch handeln zu können. Sabrina Otto vom Pressekontakt bestätigt: Die Nachfrage war da, jetzt gibt es das passende Angebot dazu.
Für die Zukunft bleibt spannend ob andere Regionalbörsen nachziehen. Eine gute Idee ist halt manchmal wie ein Virus. Die verbreitet sich ganz von allein wenn sie nützlich ist.