
Evotec bringt frischen Wind ins Management. Am 1. Januar 2026 übernimmt Dr. Sarah Fakih als neue EVP die globale Kommunikation und Investor Relations. Ein strategischer Schachzug, der zeigt wo die Reise hingeht
Die Hamburger Biotech-Schmiede Evotec SE (ISIN: DE0005664809, WKN: 566480) setzt auf klare Linien und gebündelte Kompetenzen. Die Neue im Team bringt nicht nur einen Doktortitel in Chemie mit sondern auch über 15 Jahre Erfahrung in der Life-Science-Branche. Gearbeitet hat sie unter anderem bei QIAGEN und CureVac. Zwei Namen die in der Szene für sich sprechen.
Interessant ist vor allem wie Evotec hier denkt. Nicht mehr getrennt laufen nun Global Communications und Investor Relations zusammen. Eine Doppelrolle die Sinn macht wenn man bedenkt wie wichtig heute die Vermittlung zwischen Forschung und Kapitalmarkt ist. Der alte Fuchs Volker Braun geht nach fünf Jahren – da war es Zeit für neuen Schwung.
Warum dieser Schritt jetzt kommt
Der Markt für Biotechunternehmen bleibt herausfordernd. Da braucht es jemanden der die wissenschaftlichen Fortschritte versteht aber auch weiß wie man sie Investoren schmackhaft macht. Genau hier setzt die Neuerung an. Dr. Christian Wojczewski bringt es auf den Punkt. Kommunikation sei das A und O für die Strategie. Wer schonmal versucht hat einem Analysten eine neue Plattformtechnologie zu erklären weiß was er meint.
Und Dr. Fakih scheint dafür gerüstet. Ihre Stationen lesen sich wie ein Who-is-Who der Branche. Besonders ihre Zeit bei CureVac dürfte ihr gezeigt haben wie schnell sich Rahmenbedingungen ändern können. Das prägt. Auch wenns manchmal nervt wenn wieder alles neu gedacht werden muss. Aber hey wer will schon stehen bleiben.
Was das für Evotec bedeutet
Die Integration beider Bereiche könnte ein echter Türöffner sein. Vor allem weil Evotec weiter stark in Forschung und Entwicklung investiert. Über 100 Projekte gleichzeitig am Laufen zu haben ist schon eine Hausnummer. Da müssen die Signale nach außen klar und verständlich sein. Sonst redet jeder was anderes und keiner hört mehr richtig hin.
Spannend wird auch wie sie die ESG-Themen weiterentwickelt. Braun hat hier gute Vorarbeit geleistet. Aber das Feld entwickelt sich rasant weiter. Hier muss ständig nachjustiert werden sonst hinkt man schnell hinterher. Und das wollen wir ja nicht oder.
Mit ihren Teams in Europa und den USA steht Dr. Fakih vor einer Mammutaufgabe. Doch wer in der Life-Science-Branche bestehen will muss bereit sein immer wieder neue Wege zu gehen. Mal sehen wohin die Reise geht. Aber eines ist klar. Langweilig wird es nicht.