
Mutares baut seine Automobilsparte kräftig aus. Am 29. Dezember 2025 schlug die Münchner Beteiligungsfirma zu. Die Übernahme von zwei chinesischen Zulieferern bringt frischen Schwung ins operative Geschäft.
Die Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650, WKN: A2NB65) hat sich zwei neue Perlen für ihr Automotive-Portfolio gesichert. Die Hwaseung Special Rubber (HSR) und Hwaseung Auto Parts (HST) gehören nun zur Gruppe. Was auf den ersten Blick wie ein simpler Deal klingt, könnte der Startschuss für größere Dinge sein. Rund 100 Millionen Euro Umsatz bringen die beiden Firmen mit – nicht schlecht für einen Markt, der gerade erst wieder Tritt fasst.
Wer genau hinschaut, erkennt das Potenzial sofort. Gummidichtungen und Schläuche mögen langweilig klingen, sind aber essenziell für jeden Autobauer. Und dass Kunden wie VW, Hyundai oder gar das chinesische Tech-Unternehmen Xiaomi dabei sind, spricht Bände. Die Koreaner von Hwaseung Corporation haben ihre Anteile an Mutares abgegeben – ein Vertrauensbeweis, wenn man bedenkt, dass der Verkäufer selbst börsennotiert ist.
China als Wachstumstreiber
Der chinesische Markt bleibt der Motor der globalen Autoindustrie. Mit den neuen Standorten in Taicang positioniert sich Mutares clever. Die Synergien liegen klar auf der Hand. Wo bisher einzelne Puzzleteile fehlten, entsteht nun ein stimmiges Bild. Besonders interessant: Die Integration in bestehende Strukturen verspricht ordentliche Kosteneinsparungen.
Die Zahlen sprechen für sich. 600 Mitarbeiter, zwei moderne Werke – da passt was zusammen. Für Amaneos China, die asiatische Tochter von Mutares, bedeutet dies einen echten Quantensprung. Der Fokus auf Gummikomponenten und Klimaanlagenrohre könnte sich als Glücksfall erweisen. Gerade jetzt, wo E-Autos immer mehr in den Fokus rücken.
Von München in die Welt
Mit dieser Akquisition zeigt Mutares mal wieder seine Stärke. Die Münchner kaufen nicht einfach nur zu, sie entwickeln weiter. Das Konzept des operativen Turnarounds ist längst zur DNA des Unternehmens geworden. Die Expansion nach Asien unterstreicht diese Strategie. Und dass ein koreanischer Konzern diesen Weg mitgeht, spricht für die Reputation von Mutares.
Spannend wird nun die weitere Entwicklung. Wird der chinesische Markt seinen Schwung halten? Können die Synergien tatsächlich so gehoben werden, wie geplant? Fragen über Fragen. Fest steht: Die Transaktion bringt frischen Wind in die SDAX-notierte Gesellschaft. Und wer weiß – vielleicht ist dies erst der Anfang einer größeren Asia-Strategie.