
Mutares macht ernst am Balkan Die E-Commerce-Karte wird ausgespielt und das könnte was werden Heute der Deal morgen die Expansion
München rückt gerade ein Stück näher an den Balkan. Am 7. Januar 2026 hat die Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650, WKN: A2NB65) eine spannende Akquisition unter Dach und Fach gebracht. Die Münchener kaufen Mimovrste aus Slowenien sowie Mall.hr aus Kroatien – zwei Player im E-Commerce mit ordentlich Biss. Der Deal umfasst auch IT-Ressourcen der Allegro Group in Tschechien.
Die Zahlen sprechen für sich. Rund 100 Millionen Euro Umsatz und über 250 Mitarbeitende bringen die neuen Assets mit. Mimovrste lockt in Slowenien jährlich 600.000 Käufer auf die Plattform. Mall.hr gehört in Kroatien zu den Top 5 Anbietern. Das ist schon mal was solides zum Weiterbauen.
Technologie als Trumpfkarte
Spannend wird’s bei der technischen Infrastruktur. Die Tschechische IT-Mannschaft bringt Know-how mit dass man nicht mal eben nachkaufen kann. Johannes Laumann CIO von Mutares spricht von einer „skalierbaren Technologieplattform“. Klingt trocken ist aber Gold wert wenn’s um Wachstum geht.
Der Markt dort unten brodelt noch richtig. Woanders stagniert der stationäre Handel vielleicht schon aber hier gibt’s noch Luft nach oben. Und genau diese Dynamik will Mutares nutzen. Mit lokalen Shops in Slowenien und Kroatien plus einem Logistiknetzwerk das passt.
Von der Nische zum Mainstream
Was viele vielleicht unterschätzen: Diese Übernahme ist mehr als nur ein weiterer Puzzleteil im Goods & Services Segment. Es zeigt wie Mutares tickt. Nicht die großen Fische interessieren sondern diejenigen mit Potential. Unternehmen die man umbauen und neu positionieren kann.
Die Strategie dahinter ist klar. Kaufen wo andere noch zögern entwickeln wenn andere schon satt sind verkaufen wenn der Markt reif ist. So einfach und doch so komplex. Gerade im E-Commerce Sektor wo sich Trends schnell ändern kann das mächtig was bringen oder gehörig schiefgehen.
Ob die Rechnung aufgeht? Im ersten Quartal 2026 soll der Deal durch sein. Dann wird sich zeigen ob die Münchener ihren Riecher beweisen konnten.
Die Expansionsformel
Bleibt die Frage nach dem Wie. Lokale Markenstärke kombiniert mit internationaler Expertise – das könnte die Formel sein. Die nächsten Monate werden zeigen ob Mutares den Spagat zwischen regionaler Verwurzelung und globalem Anspruch hinbekommt. Spannend bleibt’s allemal.