
Die Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655) zeigt, dass man auch in bewegten Zeiten Gas geben kann. Die Hamburger haben im vergangenen Jahr Aufträge im Gesamtvolumen von 10,2 Gigawatt an Land gezogen – ein echter Rekord! Vor allem das Schlussquartal mit 3,6 GW macht was her. Und das bei stabilen Preisen – da schlägt das Herz eines jeden Analysten höher.
Der Clou dabei: Das Gros kommt aus den Kernmärkten Europa und Kanada. „Da merkt man halt, wenn man seit Jahren am Ball bleibt“, brummelt ein Branchenkenner beim Morgenkaffee. Richtig spannend wird’s bei den Details. Mit über 547 bestellten Windrädern für zwölf Länder zeigen die Hanseaten, wie breit aufgestellt sie wirklich sind. Deutschland, Kanada und Frankreich stehen ganz oben auf der Liste.
Starke Zahlen – solide Basis
Was die Sache noch interessanter macht: Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt ist praktisch gleich geblieben. 0,89 Millionen Euro/MW – das ist schon eine Hausnummer. Und der leichte Anstieg? Den führen sie auf Projektgröße und regionale Mixeffekte zurück. Klar, wenn man in verschiedenen Märkten unterwegs ist, gibt’s immer Schwankungen.
Vorstandschef José Luis Blanco strahlt zurecht: „Wir haben die Dynamik aus 2024 nahtlos weitergeführt.“ Und das will was heißen. Immerhin reden wir hier von einem Unternehmen, das seit Jahren zu den Big Playern im Windgeschäft gehört. Über 57 Gigawatt installierte Leistung weltweit – da können andere nur staunen.
Globaler Fertigungsverbund als Rückgrat
Die Infrastruktur stimmt auch: Werksstandorte in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien und den USA bilden das Rückgrat des Konzerns. Und mit über 10.400 Mitarbeitern im Boot kann man schon was stemmen. Gerade im Onshore-Bereich mit Turbinen zwischen 4 und 7 MW+ spielen sie ihre Stärken aus.
„Für Regionen mit begrenztem Platz oder Netzkapazitäten genau das Richtige“, meint ein Konkurrent anerkennend. Tatsächlich scheinen sie ihre Nische gefunden zu haben. Der Blick auf den Jahresumsatz von 7,3 Milliarden Euro 2024 spricht Bände. Solide, nicht spektakulär – aber wer will das schon in diesen Zeiten?
Ausblick: Fundament bleibt stabil
Spannend wird, wie es weitergeht. Der starke Auftragsbestand zum Jahresende gibt Sicherheit. Ob das Tempo allerdings so gehalten werden kann? Da scheiden sich die Geister. Fest steht: Bei Nordex scheint man auf dem richtigen Weg. Und das wollen sie offenbar auch bleiben.