
Nordex punktet mit 508 MW in Kanada – die N175 feiert Premiere. Am 5. Januar 2026 gibt der Windkraftspezialist Gas. Die kalte Jahreszeit bringt warme Aufträge.
Die Nordex Group macht ernsthaft Druck im nordamerikanischen Markt. Mit zwei fetten Aufträgen über insgesamt 508 Megawatt zeigt das Hamburger Unternehmen, dass es auch in schwierigen Zeiten liefern kann. Besonders spannend: Erstmals geht die neue N175/6.X-Turbine nach Kanada. Das Teil ist echt kein Leichtgewicht – und könnte den Markt aufmischen.
Was dahintersteckt? Die Jungs und Mädels von Nordex packen ihre Koffer für insgesamt 73 Anlagen. Dabei kommt auch ihre Anti-Eis-Technik zum Einsatz. Praktisch bei den eisigen Temperaturen drüben. CEO Manav Sharma spricht von einem „wichtigen Schritt“. Tja, wer hätte das gedacht – die Amerikaner mögen halt keine kalten Finger.
Kanada als Wachstumsmotor
Interessant ist auch der Timing. Während hierzulande noch über Energiewende diskutiert wird, setzen die Kanadier schon konkrete Zeichen. Die beiden Aufträge kommen genau richtig für Nordex. Immerhin hat das Unternehmen gerade erst seine Produktionskapazitäten hochgefahren. Der Umsatz von 7,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr spricht Bände.
Dabei bleibt die Strategie klar: Onshore statt Offshore, Fokus auf Märkte mit Platzproblemen. Die neuen Turbinen passen da wie die Faust aufs Auge. Obwohl – Faust ist gut. Diese Dinger sind eher wie ausgewachsene Riesenarme mit Durchmessern jenseits der 150 Meter.
Technologie als Türöffner
Die kanadische Expansion könnte ein Blaupause sein. Andere Länder mit ähnlich rauem Klima könnten folgen. Russland? Norwegen? Schweden? Die Liste ist lang. Und Nordex hat mit seiner Technik einen Trumpf im Ärmel. Die Advanced Anti-Icing Lösung ist nicht von schlechten Eltern.
Unternehmen: Nordex SE
ISIN: DE000A0D6554