
Nordex baut Marktführerschaft aus – fast jede dritte neue Windturbine in Deutschland kommt vom Hamburger Hersteller. Am 15. Januar veröffentlichte das MDAX-Unternehmen beeindruckende Zahlen für 2025.
Die Nordex SE hat sich 2025 mit 31,5 Prozent Marktanteil an den neu installierten Onshore-Windkapazitäten fest an die Spitze der deutschen Windbranche gesetzt. Konkret brachte das Unternehmen 285 Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 1.647 Megawatt ans Netz. Respektabel wenn man bedenkt dass die gesamte Branche zusammen auf 5.232,5 MW kam.
Karsten Brüggemann Vice President Region Central bei Nordex spricht von einem „äußerst erfolgreichen Jahr“. Kein Wunder bei dem Rückenwind aus der Energiewende und steigenden Strompreisen. Allerdings bleibt abzuwarten ob der positive Trend wirklich so einfach weitergeht wie er es prognostiziert.
Technologievorsprung als Schlüssel zum Erfolg
Was macht Nordex eigentlich besser als die Mitbewerber? Die Antwort liegt in den Zahlen: über 57 Gigawatt installierte Leistung weltweit sprechen eine deutliche Sprache. Besonders interessant ist dabei das Fokussieren auf spezielle Turbinenklassen zwischen 4 und 7 MW+. Genau richtig für Länder wie Deutschland wo der Platz begrenzt ist und das Netz nicht immer mitspielt.
Ein Blick in die Fabriken zeigt warum das funktioniert. Produktionsstandorte gibt es nicht nur in der Heimat sondern auch in Spanien Brasilien Indien und den USA. Diese globale Aufstellung hilft enorm bei Lieferzeiten und Kosten. Und spätestens seit der Energiekrise wissen wir wie wichtig solche Vorteile sein können.
Ausblick 2026: Fortsetzung des Erfolgskurses?
Obwohl alles rosig aussieht bleiben Risiken. Die internationale Konkurrenz schläft nicht und der Preisdruck bleibt hoch. Hinzu kommen mögliche regulatorische Änderungen in der Bundesrepublik die schnell zu neuen Herausforderungen führen könnten.
Für die Beschäftigten bei Nordex spricht vieles für kontinuierliches Wachstum. Über 10.400 Mitarbeiter weltweit profitieren bereits jetzt von der positiven Entwicklung. Ob dieser Trend sich fortsetzen wird hängt letztlich auch von der Geschwindigkeit der Energiewende ab.